Warum Sie in einer sauberen Wohnung gesünder leben

Ein Mensch verbringt im Laufe seines Lebens mindestens zwei Drittel seiner Zeit in Innenräumen. Daher spielt die Sauberkeit und die Qualität der Raumluft eine wichtige Rolle für die Gesundheit. Auch auf vielen Flächen, wie beispielsweise in Küche und Bad können sich Keime, Bakterien und Viren ansiedeln. Dagegen gibt es Desinfektionsmittel – doch diese können durchaus fast mehr Schaden anrichten, als von den Benutzern gewünscht wird. In den meisten Fällen reicht es aus, die Wohnung regelmäßig und gründlich zu reinigen. Antimikrobielle Mittel, wie sie zur Desinfektion eingesetzt werden, enthalten chemische Stoffe, wie beispielsweise Chlor, Alkohol oder Phenol. Chlor ist aggressiv, das Halogen reagiert im Prinzip mit allem, was ihm begegnet und zerstört dabei biologische Substanzen, so dass eventuell vorhandene Bakterien und Viren sicher abgetötet werden. Der Alkohol dagegen greift die Hülle der Bakterien an und zerstört sie. Sind Phenole in Desinfektionsmitteln, dann verändern sie die Struktur der Eiweiße im Inneren der Bakterienzelle. Es gibt Mittel zur Desinfektion, die nur gegen Bakterien wirken – und gegen die gefährlichen Viren wirkungslos sind, weil diese keine Hüllen besitzen.

Für alle Mittel gilt jedoch: Sie müssen in der richtigen Konzentration angewendet werden, wenn sie die von ihnen gewünschte Wirkung entfalten sollen. Deswegen gehören Desinfektionsmittel in die Hände von speziell dafür geschulten Personen, wie beispielsweise in Krankenhäusern. Trotzdem sind auch in vielen normalen Reinigern für den Haushalt Zusätze enthalten, mit denen Bakterien und andere Keime abgetötet werden sollen. Diese antibakteriellen Zusätze sind inzwischen selbst in Waschmitteln, Seife, Kosmetik, Zahnpasta, Unterwäsche und Socken enthalten. Sogar in Matratzen, auf Fußböden und in Kühlschränken bringen manche Hersteller Beschichtungen auf, die antimikrobiell wirken sollen. Leider verraten dabei die Hersteller nicht, was genau für Wirkstoffe eingesetzt werden und wie sie funktionieren. Dabei sind einige der Zusätze, die eigentlich für hygienische Sauberkeit sorgen sollen, gesundheitsgefährdend, umweltschädigend und können auf Dauer krank machen. Zu diesen Wirkstoffen mit unerwünschten Nebenwirkungen zählen beispielsweise Triclosan und Benzalkoniumchlorid. Das letztere hat eine ganz besonders gefährliche Nebenwirkung: Eigentlich soll Benzalkoniumchlorid in Unterwäsche und Socken dafür sorgen, dass der Schweiß von Bakterien nicht zersetzt werden kann und anfängt, zu riechen. Kommen jedoch Erreger, die beispielsweise eine Lungenentzündung auslösen können, mit diesem Stoff in Berührung, können sie gegen ein sehr häufig verwendetes Antibiotikum resistent werden, wie eine Studie zeigt. Wie kann die Wohnung zu Hause richtig gereinigt werden – so dass sie sauber ist, und die Menschen, die in ihr wohnen, auch gesund bleiben? Der Einsatz von Desinfektionsmitteln in einem normalen Haushalt ist nach Meinung der Fachleute unnötig. Sind Haushaltsreiniger mit Desinfektionsmitteln ausgestattet, wird mit diesen zum einen die Umwelt unnötig belastet und zum anderen erhöht sich für die Hausbewohner das Risiko für Allergien deutlich. Dabei sind besonders kleinere Kinder gefährdet. Das liegt vor allen Dingen daran, weil diese viele Dinge noch in den Mund nehmen – und somit die Reste der chemischen Reiniger ablecken. Dabei reicht in den meisten Fällen eine ganz normale Sauberkeit, wie sie mit umweltverträglichen Mitteln hinzubekommen ist, völlig aus. Desinfektionsmittel müssen nur in Ausnahmesituationen im Haushalt eingesetzt werden – beispielsweise, wenn jemand eine ansteckende Krankheit hat. Besonders die nanokleinen Silberteilchen können auf lange Sicht gefährlich werden.

Bis jetzt weiß noch niemand so genau, welche Nebenwirkungen diese haben können. Doch fast alle Desinfektionsmittel, die in einem Haushalt verwendet werden, gelangen über den Abfluss auch in die Kanalisation und in die Kläranlage. Hier können sie Schaden anrichten, denn sie töten dort auch diejenigen Bakterien und Mikroorganismen ab, die nützlich sind und das Abwasser reinigen sollen. Dabei gehören Bakterien und andere kleine Lebewesen zu dem ganz natürlichen Umfeld des Menschen, sie sind auf der Haut, im Mund, Darm und überall im Körper vorhanden. Dort schützen sie vor anderen Keimen, die den Menschen schaden können und krank machen. Die Wissenschaftler vermuten längst, dass die Zunahme von Allergien bei vielen Menschen daran liegen könnte, dass das Immunsystem des Körpers unterfordert sei. Somit reagieren die Abwehrzellen im Blut auf fremde Stoffe aus der Umwelt viel zu heftig. Übrigens: Die freundlichen Mitarbeiter der MoMo Gebäudeservice sind speziell geschult und reinigen nicht nur umweltfreundlich, sondern sauber.

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  • 5. August 2015